Orte (Mallorca Osten) - Arta

Arta liegt im Nordosten Mallorcas in einem kleinen Tal am Fuße eines Berges. Etwa 20km von Manacor und 68km von Palma entfernt, zählt das beschauliche Städtchen mit den engen Gassen nicht zu den typischen Touristenhochburgen der Insel. Überhaupt zeichnet sich die Gegend um Arta herum durch ihre Naturbelassenheit aus, die den Ort für einen ruhigen, abgeschiedenen Urlaub sehr attraktiv macht. Zur Gemeinde Arta gehören unter anderem noch die kleinen Orte Colonia de Sant Pere, Betlem und S'Estanyol. Alle drei liegen direkt am Meer in der Bucht von Alcudia und sind daher bei Touristen beliebt.


Erstmals erwähnt wird Arta in einer Schrift aus dem Jahre 1232 unter dem Namen Yartân, was von dem arabischen Wort für Garten abgeleitet wird. Allerdings reicht die Bevölkerung dieser Gegend weiter in die Vergangenheit zurück. Dies bezeugen die Überreste der prähistorischen Siedlung Talaiots de Ses Paisses, die in einer Ausgrabungsstätte in der Nähe von Arta besichtigt werden können, und andere archäologische Funde.


Kirchen und andere Bauwerke in Arta


Das Wahrzeichen von Arta ist die Burgfestung auf dem Hügel der Stadt, die man schon von weitem erkennen kann. Sie diente früher dem Schutz vor Piraten und stammt vermutlich noch aus der vorislamisch-arabischen Zeit Mallorcas.


Zu den sehenswerten Kirchen der Stadt zählt auf jeden Fall die Pfarrkirche Transfiguratió del Senyor, die gut befestigt am Fuß des Hügels liegt. Das im 16. Jahrhundert errichtete Gebäude beeindruckt durch seine gotische Architektur. Auch ein Blick hinter die Kirchenmauern lohnt sich. So finden sich hier unterschiedliche Altäre und eine für Mallorca typische Holzkanzel.


Von der Pfarrkirche aus führt ein mit Zypressen gesäumter Treppenweg zur Burgfestung hinauf. Umgeben von den Zinnen besetzten Mauern liegt die Wallfahrtskirche Santuari de Sant Salvador. Die Kirche aus dem 19. Jahrhundert beheimatet das älteste Holzschnitzwerk Mallorcas, eine Marienstatue. Außerdem werden hier einige Gemälde ausgestellt, darunter eines, das die Übergabe Mallorcas an König Jaume I. darstellt. Die Sicht von der Festung aus ist einmalig. Sie erstreckt sich über die Hügellandschaft der Serra de Llevant bis hin zum Meer.


Weitere Sehenswürdigkeiten in Arta


Zu den beliebten Sehenswürdigkeiten der Stadt zählt unter anderem das Regionalmuseum (Museu Ragional d'Artà), das sich am Plaça d'Espanya im Zentrum von Arta befindet. Neben einer ornithologischen Sammlung findet man hier ethnologische und archäologische Fundstücke aus der direkten Umgebung. Neben dem Museum liegt das ebenfalls sehenswerte Rathaus, das im Jahre 1941 eingeweiht wurde.


Das Stadtbild ist geprägt durch enge Gässchen und große historische Herrenhäuser. Zu diesen zählt zum Beispiel Na Batlessa, das 1898 von Enric Galiana erbaut wurde. Heute beherbergt es die Stadtbibliothek und einige Ausstellungsräume. Auf dem hinteren Teil des Geländes befindet sich das 2001 eingeweihte Theater von Arta, in dem unter anderem das Festival Antoni Lliteres für klassische Musik stattfindet.


Jeden Dienstag ist auf dem Plaça del Conqueridor Markt. Der traditionelle Wochenmarkt bietet ein vielfältiges Angebot an Lebensmitteln, landwirtschaftlichen Produkten und Kleidung.


Natur genießen in und um Arta


Die Umgebung um Arta ist nur spärlich besiedelt. Diesem Umstand hat sie es zu verdanken, dass viele Teile der Gegend noch nahezu unberührt sind. Die Landschaft ist sehr abwechslungsreich. Neben dem weitläufigen Sandstrand s'Arenal de sa Canova bei Santa Margalida weist die Küste auch hohe Klippen und mehrere kleinere Buchten mit Sandstränden auf.


Das Tal selbst ist durch die Landwirtschaft geprägt. Hauptsächlich Mandeln und Feigen werden hier angebaut. In einem ganz besonderen Gewand präsentiert es sich während der Mandelblüte zwischen Januar und März. Die Gebirgslandschaft zeichnet sich durch die Garigue aus, doch auch Olivenbäume und vereinzelte Steineichenwäldchen sind hier zu finden.


Möglichkeiten für Bergwanderungen und ausgedehnte Spaziergänge bietet unter anderem das Massis d'Artà. Ein mögliches Ausflugziel stellt die Einsiedelei Ermita de Betlem dar. Bekannter sind die Tropfsteinhöhlen Coves d'Artà, die sich allerdings schon auf dem Gemeindegebiet von Caodepera befinden.


Wer die unberührte Natur erleben möchte, kann den Naturreservat Parc natural de la Península de Llevant am Cap de Ferrutx im Norden der Serra de Llevant einen Besuch abstatten. Es ist Teil eines Naturparks, zu dem auch Cap des Freu bei Capdepera gehört. Das Naturschutzgebiet dient als Rückzugsort seltener Tierarten wie zum Beispiel dem Fischadler. Auch seltene Pflanzenarten wachsen hier.


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